FDP.Die Liberalen Fraktion tagte in Maladers - JA zu Bündner STAF-Steuerrevision

Am vergangenen Freitag 16. August tagte die Bündner FDP.Die Liberalen Fraktion des Grossen Rates unter dem Vorsitz  von Fraktionspräsidentin Grossrätin Vera Stiffler, in Anwesenheit von Regierungsrat und Finanzdirektor Christian Rathgeb erstmals in der Turnhalle  in Maladers, um die kommende August-Session,  vorzubereiten. In der Gemeinde, die demnächst zur Stadt Chur gehören wird. Als Gast gesellte sich über Mittag  noch-Gemeindepräsident Georg Loretz zur Fraktion und gab einige interessante Informationen über Maladers bekannt. Er stelle mit Freude fest, dass es das erst Mal sei, dass eine politische Partei in Maladers tagt.


Folgende Sachgeschäfte standen bei den Beratungen im Vordergrund:

Erlass übergeordneter politischer Ziele und Leitsätze für die Planungsperiode 2021-2024 des Regierungsprogramms  und Finanzplans.
Hier fand die Fraktion, dass bei den übergeordneten Zielen und Leitsätzen wohl viel Arbeit und Aufwand dahinterstecke, aber an deren Nutzen und verschiedenen Flughöhen aus strategischer Sicht durchaus Zweifel angebracht seien. Denn die Regierung habe diverse Interpretationsmöglichkeiten und grossen Spielraum in der Umsetzung.

Teilrevision Steuergesetz (Umsetzung Bündner STAF)
Die FDP Fraktion hat die Vorlage zur Umsetzung der STAF intensiv beraten. Die Vorlage stärkt Graubünden als attraktiven Wirtschafts- und Wohnstandort. Wie von der Regierung vorgeschlagen soll die Gewinnsteuer auf 4 Prozent gesenkt werden. Die FDP unterstützt den Antrag der WAK, um bei der Teilbesteuerung für Erträge aus massgeblichen Beteiligungen auf das Minimum von 50 Prozent zu reduzieren. Zudem sollen die Patentbox und ein maximal möglicher Abzug für Aufwendungen in Forschung und Entwicklung eingeführt werden. Die Fraktion unterstützt zudem die Erhöhung des Steuerfreibetrages um 1000 Franken für alle Personen, was faktisch eine Steuersenkung für natürliche Personen bedeutet. Damit können sowohl die Unternehmen, als auch die natürlichen Personen entlastet werden. Die Fraktion begrüsst es weiter, dass die Hälfte des Anteils an der direkten Bundessteuer den Gemeinden ausbezahlt wird. Damit ist die Vorlage sowohl für den Kanton, als auch für die Gemeinden finanziell verkraftbar.

Silvio Zuccolini, Pressechef
FDP.Die Liberalen Graubünden